Qigong

Anfang der 1980er Jahre, als Student der chinesischen Sprache in Taiwan, kam ich zum ersten Mal mit Qigong in Berührung. Doch erst später – ich war inzwischen wieder zurück in Wien – eröffneten mir zwei Lehrer den eigentlichen Zugang: Prof. Lin Zhongpeng 林中鹏, Direktor des Qigong College for Advanced Studies in Peking, und Prof. Cong Yongchun 从永春,  Professor für Qigong an der Universität für Chinesische Medizin in Fuzhou.

Prof. Cong begegnete ich 1988. Er kam damals auf Einladung des österreichischen Wissenschaftsministeriums nach Österreich, um an Forschungsprojekten der Universität Wien teilzunehmen sowie Seminare für Ärzte und Patienten zu halten. Meine Rolle dabei war von Anfang an nicht nur die eines Übersetzers, sondern auch die eines Schülers, hatte Prof. Cong doch gleich auf mein Interesse reagiert und begonnen, mich privat zu unterrichten. Über einen Zeitraum von 10 Jahren, während ich ihn bei fast all seinen Seminaren in Deutschland, Italien und Österreich übersetzte, hatte ich damit die Möglichkeit, Qigong direkt von einem Meister zu lernen. Bis heute bin ich ihm für seine Offenheit und den ausführlichen Unterricht dankbar.

Prof. Cong machte mich 1994 mit Prof. Lin Zhongpeng bekannt, der als Naturwissenschaftler,  akademischer Qigong-Experte und Direktor des „Qigong College for Advanced Studies“ in Peking seit Anfang der 1980er Jahre einen wesentlichen Einfluss auf die moderne Entwicklung des Qigong in China ausgeübt hatte. Fast alle Qigong-Spezialisten von Rang und Namen waren mit ihm und seinem Institut verbunden.

Für Prof. Lin übersetzte ich ebenfalls über viele Jahre bei Seminaren in China, Deutschland und Österreich, wobei er mich mit all den Inhalten vertraut machte, die er an seinem College unterrichtete. Über die Jahre entwickelte sich eine Freundschaft, ich stehe nach wie vor mit ihm in Kontakt und habe seine fachliche Unterstützung.

Im Frühjahr 2004 führte mich Prof. Lin in die „World Academic Society for Medical Qigong“ ein (die damals einzige, offiziell zugelassene chinesische Qigong-Gesellschaft). Im Sommer 2006 wurde ich schließlich in den erweiterten Vorstand dieser Gesellschaft aufgenommen. Auch meine derzeitigen Lehrer, die ich regelmäßig in China besuche, lernte ich durch Vermittlung von Prof. Lin kennen.